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  • Energieberatung
  • Brandschutzberatung
  • Planung und Ausführung aus einer Hand
  • Bauleitung
  • Erfüllen aller Auflagen von EnEV, Brandschutz und Denkmalschutz

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Haben Sie Gebäude mit Aufzügen? Dann erstellen wir Ihnen gerne ein Angebot über die gesetzlich vorgeschriebene Aufzugsentrauchung, zum Brandschutz und zur Energieeinsparung.

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Entrauchung: das Brandschutzproblem im Bestand

Fehlender Rauchabzug kann Menschenleben kosten

Aufzugschächte sind wichtige Bauabschnitte in Gebäudekomplexen, an die viele Anforderungen gestellt werden. So sind hier Lüftung und Entrauchung sicherzustellen, um Menschleben zu schützen. In vielen Bestandsbauten haben Aufzugsanlagen keine Abzugsöffnung ins Freie. Sie besitzen nur eine Öffnung ins Dachgeschoss.

Dies kann im Brandfall erhebliche Folgen für die Menschen im Fahrstuhl haben: Der Rauch zieht nicht ab, sondern sammelt sich in den oberen Geschossen. Durch die heißen Rauchgase kann sich innerhalb von Minuten ein Flashover ausbilden, der sich über das Dachgeschoss auf das gesamte Gebäude ausbreiten kann. Dabei droht Gefahr nicht allein von den hohen Temperaturen, die bei der Durchzündung entstehen. Eine weitere erhebliche Gefahr sind die giftigen Rauchgase: Bevor ein Mensch den Fahrstuhl verlassen kann, droht er zu ersticken.

Risiko zu wenig bekannt und nicht überprüft

Viele für ein Gebäude Verantwortliche sind sich dieser Situation nicht bewusst – denn in diesem Bereich wird nicht ausreichend geprüft. Selbst die abnehmende Behörde kontrolliert bei der Bauabnahme nur bis zur Unterkante des Fahrstuhlschachts und genehmigt in 99,99 % der Fälle alle Aufzüge.

Die Gesetzeslage besagt allerdings etwas anderes und fordert außerste Sicherheit für die Menschen. Vgl. hierzu die Musterbauordnung, Sechster Abschnitt – Technische Gebäudeausrüstung, § 39 Aufzüge Abs. 3:

Fahrschächte müssen zu lüften sein und eine Öffnung zur Rauchableitung mit einem freien Querschnitt von mindestens 2,5 v. H. der Fahrschachtgrundfläche, mindestens jedoch 0,10 m2 haben. Diese Öffnung darf einen Abschluss haben, der im Brandfall selbsttätig öffnet und von mindestens einer geeigneten Stelle aus bedient werden kann. Die Lage der Rauchaustrittsöffnungen muss so gewählt werden, dass der Rauchaustritt durch Windeinfluss nicht beeinträchtigt wird.

Die wichtigsten Anforderungen für die Entrauchung von Aufzugschächten ergeben sich aus den jeweiligen Landesbauordnungen:

  • Der Fahrstuhlschacht muss zu lüften sein.
  • Der Entrauchungsschacht ins Freie muss feuerbeständig ausgeführt sein (Brandwiderstandsklasse L 90 für Lüftungskänale und -leitungen, Funktionserhalt im Brandfall über 90 Minuten).
Fehler und Probleme bei bestehenden Aufzügen

Die Realität: Viele neue Aufzüge besitzen im besten Fall die Öffnung in den Spitzboden ohne ausreichenden Brandschutz:

  • keine Verkleidungen mit Brandwiderstandsklasse L 90
  • kein ausreichender Luftstromquerschnitt
  • keine Überdachausführung
  • keine Kontrollöffnung
  • keine Statik
  • kein Wärmeschutz entsprechend EnEV
  • keine luftdichte Gebäudehülle
  • asbesthaltige Kanäle
  • Kondensatschäden

EnEV 2014 und die Anforderungen an eine luftdichte Gebäudehülle

Die Energieeinsparverordung (EnEV) fordert Energieeffizienz, dokumentiert im Gebäude-Energieausweis, der für jedes Gebäude bei Verkauf oder Vermietung vorgelegt werden muss.

Moderne Gebäude sind heute nach der EnEV dauerhaft luftdicht abzudichten. Die wärmedämmende, luftdichte Gebäudehülle gemäß DIN 4108 ist ein zentrales Element, um den Niedrigenergie-Standard zu erreichen. Für Passivhäuser ist ihre Bedeutung sogar noch höher einzuschätzen, denn hier hat jede Beeinträchtigung der Gebäudehülle einen gravierenden Einfluss auf die Energiebilanz.

Zusätzlich zum energetischen Effekt hat die luftdichte Gebäudehülle eine wichtige Schutzfunktion für die Bausubstanz. Denn wenn warme Luft innerhalb der Konstruktion an kühlere Oberflächen gelangt, verursacht das anfallende Kondenswasser Feuchtigkeitsschäden bis hin zur Schimmelbildung.

Aus diesem Grund ist die Lösung mit einer Öffnung eine minderwertige, billige Variante, die im Nachhinein viel Geld und im Extremfall ohne Brandmeldesystem Menschenleben kosten kann!